Sternmarsch "Alle Dörfer bleiben"

3.000 Menschen aus ganz Deutschland demonstrieren am 23. März für den Erhalt der Dörfer, die durch den Braunkohle-Tagebau Garzweiler II bedroht sind. Sie folgen der Einladung von Anwohnenden, die in der Initiative „Alle Dörfer Bleiben“ den Sternmarsch organisieren. In acht Demonstrationszügen, den sogenannten „Sternschweifen“, zogen die Demonstrierenden aus Ortschaften im Umland zum Dorf Keyenberg, das als nächstes den Braunkohle-Baggern von RWE weichen soll. Der BUND war dabei und erklärte sich solidarisch mit den Tagebau-Betroffenen.

Bereits um 5.30 Uhr liefen die ersten Menschen vom rund 35 Kilometer entfernten Hambacher Wald los. Aus Horrem und Mönchengladbach starteten am Vormittag und Mittag Fahrrad-Demonstrationen, aus Hochneukirch, Wanlo und Kaulhausen, sowie den von Zerstörung bedrohten Dörfern Kuckum, Berverath und Immerath zogen Menschen zu Fuß nach Keyenberg. Zu Beginn der Demonstrationen wurden Reden über die Situation in den Dörfern, für einen schnelleren Kohleausstieg und gegen die Klimazerstörung gehalten. Auch Schüler*innen der Klimastreik-Bewegung „Fridays for Future“ ergriffen das Wort und zeigten sich solidarisch mit dem Widerstand in den Dörfern.

Allein knapp 500 Menschen hatten sich an den Ruinen des "Immerather Doms", dem Startpunkt des "Habi Soli Schweifs" versammelt. "Hören sie auf, den Wald gegen die Dörfer auszuspielen", appellierte BUND-Geschäftsleiter Dirk Jansen in seiner dortigen Rede. "Denn spätestens mit den Empfehlungen der so genannten Kohlekommission ist klar: Nicht nur der Hambacher Wald, auch alle Dörfer können, ja müssen, gerettet werden."

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